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Begegnung mit glücklichem Ausgang

 

Die Judo-Landesliga Süd birgt in 2019 sehr spannende Begegnungen. Das Kopf- an Kopf-Rennen um die begehrte Aufstiegsmöglichkeit in die höchste bayerische Liga, der Bayernliga, hat an diesem Samstag seinen Zenit erreicht. Beide Mannschaften konkurrieren ungeschlagen um das Ligazepter. Harteck mit leichtem Vorteil als ausrichtender Verein. „Im letzten Jahr mussten wir das Judo-Team Grafing an uns vorbei ziehen lassen!“, so der stellvertretende Hartecker Abteilungsleiter Peter Franz, „Dieses Jahr werden die Karten neu gemischt!“. Die Harteck Hornets konnten auf einen breiten Kader zurückgreifen und mit der Gewichtspunktlandung von Herbert Baur, Daniel Bachmann und Lorenz Thomas die nötige Flexibilität der Begegnungen erhalten. Der Kampfstätte in der Eliteschule des Sports im Münchner Norden wurde wieder souverän von Lorenz Thomas vorbereitet.

Die Auslosung brachte ebenso eine gute Ausgangslage für die Hornets in gelb-schwarz. Den ersten Sieg fuhr der Punktegarant Herbert Baur gegen seinen Gegner ein, bevor Jonas Hocheder gegen Hendrik Eichner das Nachsehen hatte. Mit fünf Punkten in Folge von Rajko Kovacevic,Walter Didur, Stephan Hirschsteiner, Daniel Bachmann und Nikolaj Pyrkosch schien es so, als wäre die Ziellinie schon vorgegeben. 6:1 für die Hartecker, bis zu diesem Zeitpunkt ein Traumergebnis was so nicht zu erwarten war. Doch die Spannung wächst mit jeder weiteren Begegnung. Die schnellen Niederlagen von Lorenz Köfferlein, Jakob Fürst und Zurab Partsikanashville führten die Gastgeber schnell zu einem Anschluss von 6:4 und die Rettung in die Pause. Hier konnten sich alle bei der vorbildlichen Verköstigung durch das Team um Petra Schottenheim stärken.

Das Grafinger Judo-Team und die Teamleiter Valentin Larasser und Matthias Jaud haben die Pause genutzt, Ihre Stärken und Schwächen zu analysieren, und eine neue Formation für den zweiten Durchgang zu bilden. Der Coach Yusuf Güngörmüs veränderte die Position bis 90 kg und war auf Kontinuität bedacht.

In der Klasse -90kg startete Herbert Bauer gegen Hendrik Eicher mit starken Ansätzen und einem Punktevorsprung, bevor doch geschwächt durch das Abkochen von fast 9 Kg, der Gegner immer mehr die Oberhand gewann und in der dritten Minute den Kampf für sich entscheiden konnte. Sehr diszipliniert ging Jakob Kitzberger, nun eine Gewichtsklasse höher startend, an den -90 kg Kämpfer Markus Streit vor. Seine Erfahrung bracht ihm den vorzeitigen Sieg und den Ausgleich zum 6:6. Kovacevic +90kg, ist derzeit in der Vorbereitung zur Europameisterschaft, und verfügt mit seiner langjährigen Bundeligaerfahrung für das richtige Gespür den richtigen Moment ab zu warten. In der Minute 1:13 schaffte er unter den Augen seines Jugendtrainers und Judolegende Robert Roth, 7. Dan, (PSV München) die wichtige Führung zum 7:6. Die weitere Schwergewichtsbesetzung Didur bekam den agilen Mittelgewichtler Philipp Ampletzer nicht unter Kontrolle. Er gab den Punkt an die Gäste ab. Bis 73 kg erreichte Hirschsteiner und Bachmann, wie in der Vorrunde, zwei wichtige Punkte. Somit konnte der Vorsprung auf 9:7 ausgebaut werden. Benny Huth verkürzte auf 9:8 . Spannend machte es der Nachwuchskämpfer Köfferlein -66 kg, sein Kontrahent war schon mit zwei Strafen und einer sehr abgebeugten Haltung auffällig geworden und rettete sich in die Verlängerung. Doch in der Minute 4:24 stand der erhoffte Sieg nach einigen wackligen Momenten beim Neuzugang. Als letzte Gewichtsklasse wurde -81 kg auf dem Monitor angezeigt. Die Bärenstätter standen hierbei mit 10:8 mit dem Rücken zur Wand. Zwei junge Kämpfer betraten die Matte und schienen mit dem gleichen Kampfstil die Partie für sich entscheiden zu wollen. Mit einem Ausheber erreicht dabei Eduard van Briesen einen Vorteil den er nicht nur verwalten wollte. Jakob Fürst nütze bei einem weiteren Ansatz des Grafingers einen kurzen Moment in der Flugphase um sich in der Luft gegen zu drehen und somit die Fallrichtung von Briesen entscheidend zu beeinflussen.  Somit war es der Rücken des Grafingers der aus einer Fallhöhe von 1,50 m auf die Tatami krachte und damit eine lautstarke Welle der Begeisterung auf den Zuschauerrängen in der Dreifachturnhalle auslöste. Ippon und damit der sichere Platz 1. in der Landesliga Süd für die Sportfreunde Harteck Hornets. Die letzte Begegnung ging an den ehemaligen Nationalkämpfer Larasser gegen Partsikanashville und änderte dabei nichts an dem knappen Sieg von 11:9. „Wir haben unser Ziel erreicht; ohne unseren tollen Zuschauer hätte das Ergebnis vielleicht ganz anders ausgesehen!“, so der Coach Yusuf Güngörmüs.

Die Harteck-Hornets gehen ungeschlagen in die letzte Partie gegen den SG Moosburg, welche derzeit das Schlusslicht in der Liga bilden. Die Entscheidung wird am letzten gemeinsamen Kampftag am 06. Juli in Abensberg gefällt. Hier treffen sich alle Mannschaften der Landesliga Süd/ Nord und Bayernliga zu einem großen Judo-Kampftag um die Ligameister zu krönen. Eventuell gibt es dabei einige Überraschungen für die Coaches im Ligaendspurt.

 
 
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